Schön war´s - offener Netzwerkaustausch auf dem Angersteiner Bauernhof

650 Freiland-Legehennen, 1100 Schweine mit Strohauslauf, 5 Zwergziegen, 7 Alpaka , 2 Hunde , ganz viel Ackerland, das ist Kurre-Pickel GbR in Angerstein. Susanne Schwarzbach und Holger Kurre haben zu sich auf den Hof eingeladen und uns einen Blick hinter ihre Kulissen gegeben. Der offene Austausch und das Vernetzen unserer Mitglieder, sind uns ein wichtiges Anliegen. Das kulinarische Erleben von Regionalität stellte den großartigen Abschluss unseres Mitgliedertreffens dar. Wir bedanken uns herzlich für die tolle Gastfreundschaft, die interessanten Informationen und für das köstliche Essen!

Und hier gibt es die ganze Geschichte zum Hof:

Frisch, regional und ehrlich, das ist das Motto des Angersteiner Bauernhofs nahe Nörten-Hardenberg. Hinter dem Betrieb stehen die Familien Kurre und Pickel, die sich mit Getreideanbau und Schweinezucht befassen. Seit Juni 2020 betreiben sie mit ihrem Hofladen aktive Selbstvermarktung. Zu Beginn waren es die eigenen selbst hergestellten Produkte wie Eier, Kartoffeln und Wurst- und Fleischspezialitäten vom Strohschwein, die angeboten wurden. Nach und nach hat sich der Hofladen zu einem der modernsten und vielfältigsten SB-Hofladen in der Region entwickelt. So können Kunden sogar bequem per EC- oder Kreditkarte ihren Einkauf vor Ort bezahlen. Auch das Sortiment erweitert sich ständig. Die Produktpalette reicht inzwischen über Brot, Gemüse, Mohn, Quinoa, Kichererbsen, Öle, Gurken im Glas, Dressings, Gewürzmischungen bis hin zu Eierlikör, Kaffee und verschiedenen Fruchtaufstriche. Bei Ihrer Produktauswahl legen die Landwirte Wert auf Regionalität und die handwerkliche Herstellung durch die jeweiligen Anbieter.

Bei ihren rund 1.000 Schweinen und 650 Hühnern ist ihnen eine gute Haltung besonders wichtig. So haben sie 2017 ihren Schweinestall umgebaut und um eine Außengalerie erweitert, so dass die Schweine zu jeder Zeit Tageslicht und Frischluft genießen können. Dort haben sie auch die Möglichkeit ihren Spieltrieb im Strohbad nachzugehen. Dabei wird die gesamte Wertschöpfungskette von der Aufzucht bis hin zum küchenfertigen Produkt in der Region generiert. Die Ferkel kommen von einem Bauernhof aus Kerstlingerode. Aufgezogen und umsorgt werden sie auf dem Angersteiner Bauernhof, zur Schlachtung geht es dann wiederum zurück in das Untereichsfeld zur Schlachterei Zapfe. Einen Teil des Fleisches wird im Hofladen Zapfe vermarktet, ein Großteil des Fleisches geht an die Fleischerei Grischke, die in der Region mit neun Filialen vertreten ist und schließlich wird ein immer größer werdender Anteil Ab-Hof direkt verkauft.